Papiersorten, Grammatur und Veredelungen im Überblick
Zwei Flyer mit identischer Gestaltung können völlig verschieden wirken: Der eine leuchtet auf glänzendem Papier, der andere fühlt sich auf ungestrichenem Naturpapier warm und griffig an. Das Papier bestimmt, wie Farben erscheinen, wie sich ein Druckprodukt anfühlt, ob man darauf schreiben kann und wie lange es hält. Hier finden Sie die Papiere, Grammaturen, Materialien und Veredelungen, die Sie in unserem Konfigurator tatsächlich wählen können, mit Beispielen aus dem Sortiment.
Die Optionen hängen immer vom Produkt ab. Der Konfigurator zeigt für jede Kombination sofort den Preis in CHF, inklusive 8,1 % MwSt. Die genauen Masse stehen in der Übersicht der Druckformate, Fachbegriffe erklärt das Druck-Glossar.
Papiersorten im Überblick
Grundsätzlich unterscheidet man gestrichene und ungestrichene Papiere. Beim gestrichenen Bilderdruckpapier bleibt die Druckfarbe auf einer feinen Pigmentschicht an der Oberfläche, Bilder werden scharf und brillant. Ungestrichene Papiere nehmen die Farbe stärker auf, wirken natürlicher und lassen sich besser beschreiben.
| Papier | Oberfläche | Typisch für |
|---|---|---|
| Bilderdruck matt | gestrichen, matt, blendfrei | Flyer, Broschüren, Magazine, Visitenkarten |
| Bilderdruck glänzend | gestrichen, glänzend | Plakate, Bildflyer, Produktbroschüren |
| Offsetpapier | ungestrichen, saugfähig | Briefpapier, Blöcke, Formulare |
| Recyclingpapier | meist ungestrichen, natürlicher Ton | Flyer, Briefpapier, Karten |
| Natur- und Feinpapier | ungestrichen, oft mit Struktur | Einladungen, Visitenkarten, Menükarten |
| Karton | fest und formstabil | Visitenkarten, Postkarten, Bierdeckel |
| Kraftpapier | ungestrichen, braun oder weiss | Tragtaschen, Etiketten, Karten |
| Haftpapier | selbstklebend | Aufkleber und Etiketten für innen |
Bilderdruck matt
Der vielseitige Standard für Werbedrucksachen: glatt, aber ohne Glanz. Bilder bleiben detailreich, und Texte lesen sich auch unter Lampenlicht gut, weil kaum etwas spiegelt. Das Papier wirkt ruhig und seriös und passt zu Flyern, Broschüren, Magazinen und in höheren Grammaturen zu Visitenkarten. Die Flyer Klassiker gibt es in Bilderdruck matt von 70 bis 500 g, die Magazine mit Rückendrahtheftung von 70 g im Innenteil bis 300 g für den Umschlag, die Visitenkarten Klassiker von 300 bis 500 g. Wer viel von Hand darauf schreibt, wählt besser ungestrichenes Papier.
Bilderdruck glänzend
Die glänzende Oberfläche macht Farben satter und Fotos brillanter: ideal für Plakate, Bildflyer, Kataloge und alles, was über Bilder verkauft. Der Nachteil sind Reflexe unter Spots oder hinter Glas, und lange Texte lesen sich auf Mattpapier angenehmer. Die Plakate im Digital- und Offsetdruck gibt es in Bilderdruck glänzend von 100 bis 250 g, dazu Fotopapier glänzend. Die Papiertragetaschen Premium aus 200 oder 250 g Bilderdruck glänzend sorgen für einen starken Auftritt am Verkaufspunkt, und bei der Broschüre im Offsetdruck wählen Sie das Innenteil matt oder glänzend.
Offsetpapier: natürlich und beschreibbar
Offsetpapier ist ungestrichen und leicht saugfähig. Es nimmt Tinte, Bleistift und Stempelfarbe problemlos an und ist deshalb das Papier für alles, was von Hand ausgefüllt, gestempelt oder später im Büro bedruckt wird. Farben wirken darauf etwas weicher als auf Bilderdruck. Das Briefpapier Klassiker gibt es in Offset weiss von 60 bis 120 g, auch mit Wasserzeichen, die Blöcke mit geleimtem Deckblatt haben Innenseiten aus 80 oder 90 g Offset, und die Terminzettel werden auf 90 g Offsetpapier gedruckt, damit sich der nächste Termin sauber eintragen lässt.
Recyclingpapier
Recyclingpapier wird aus Altpapier hergestellt. Die ungestrichene Sorte hat je nach Qualität einen leicht natürlichen Farbton und eine griffige Oberfläche, passend für Firmen und Vereine, die Nachhaltigkeit spürbar machen wollen. Für brillantere Fotos gibt es Recycling-Bilderdruckpapier matt, bei den Flyer Klassikern in 130 und 300 g. Die Flyer Umwelt und Natur gibt es auf Recyclingpapier von 80 bis 400 g, das Briefpapier Umwelt und Natur in 80 und 120 g, die Visitenkarten Umwelt und Natur in 300 und 400 g.
Natur- und Feinpapiere
Das sind ungestrichene Papiere mit Charakter. Das Naturpapier creme hat einen warmen, gebrochenen Weisston und wirkt auf Einladungen, Menükarten und Briefpapier besonders edel. Dazu kommen Graspapier mit feinen Fasereinschlüssen, Papiere aus Hanf oder Baumwolle, Gmund-Papiere mit Leinenstruktur und Perlmuttkarton mit schimmernder Oberfläche. Auf strukturierten Oberflächen wirken Farben weicher und feine Linien weniger scharf als auf Bilderdruck. Eine grosse Auswahl bieten die Postkarten in DIN-Formaten, die Visitenkarten aus Spezialmaterial und die Gruss- und Einladungskarten Umwelt und Natur.
Karton und Chromo-Sulfatkarton
Karton ist fest und formstabil, ideal für alles, was stehen soll oder oft angefasst wird. Ein Klassiker ist der Chromo-Sulfatkarton matt: weiss, gestrichen, aus gebleichtem Zellstoff, steif und glatt. Sie finden ihn in 350 und 450 g bei den Postkarten in DIN-Formaten und in 450 g bei den Flyern mit Veredelung. Für Kontraste sorgt Schwarzkarton 350 g: Da Druckfarben auf Schwarz kaum sichtbar sind, wird er mit Heissfolie veredelt oder, bei den Flyern mit Weissdruck, weiss bedruckt. Die 580 g Holzschliffpappe ist saugfähig und robust, das klassische Material für Bierdeckel.
Kraftpapier
Kraftpapier besteht aus langfaserigem Zellstoff und ist entsprechend reissfest. Braun steht es für Handwerk, Natur und Verpackung, weiss wirkt es schlicht und modern. Beim Gestalten gilt: Im Vierfarbdruck wird kein Weiss gedruckt. Weisse Flächen bleiben auf braunem Kraftpapier braun, helle Farben wirken dunkler. Kräftige Farben und klare Schriften kommen am besten zur Geltung. Beispiele: Papiertragetaschen mit Papierkordel aus 90 g Kraftpapier braun oder weiss, Gruss- und Einladungskarten Klassiker auf 350 g Kraftpapier und Visitenkarten mit Weissdruck, bei denen auf 450 g Kraftpapier tatsächlich weiss gedruckt wird.
Haftpapier für Aufkleber und Etiketten
Haftpapier trägt eine Klebeschicht auf einem Trägerbogen und ist das Material für Aufkleber und Etiketten in Innenräumen: auf Verpackungen, Ordnern, Couverts oder Produkten im Regal. Für draussen sind Haftfolien die bessere Wahl. Neben dem Standard in Weiss gibt es Spezialsorten: bei den Indoor-Aufklebern ein Haftpapier, das sich beschriften und bestempeln lässt, dazu Natur-, Recycling- und Grashaftpapier, bei den temperaturbeständigen Aufklebern ein kälte- und wärmebeständiges Haftpapier und bei den Etiketten auf Rolle sogar ein wasserlösliches, etwa für Mehrwegbehälter.
Grammatur: wie schwer und fest soll das Papier sein?
Die Grammatur gibt an, wie viel ein Quadratmeter Papier wiegt, in Gramm pro Quadratmeter (g/m², englisch gsm). Je höher der Wert, desto fester fühlt sich ein Druckprodukt an. Über die Dicke sagt sie allein nicht alles: Ungestrichene Natur- und Recyclingpapiere sind bei gleicher Grammatur voluminöser als Bilderdruck. Eine Karte aus 300 g Naturpapier wirkt deshalb dicker als eine aus 300 g Bilderdruck.
| Grammatur | Wirkung | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| 60 bis 90 g/m² | dünn, leicht, gut zu falten | Briefpapier, Notizblöcke, Formulare, Beilagen |
| 100 bis 170 g/m² | griffig, stabil in der Hand | Flyer, Faltblätter, Plakate, Innenseiten von Broschüren |
| 200 bis 300 g/m² | fest, kartonähnlich | Postkarten, Einladungen, Broschürenumschläge, Speisekarten |
| 300 bis 500 g/m² | steif und wertig | Visitenkarten, Klappkarten, Anhänger, Gutscheinkarten |
| über 500 g/m² | sehr stark, fast wie Pappe | Bierdeckel und Untersetzer, Premium-Karten |
Welche Grammaturen verfügbar sind, zeigt der Konfigurator: bei den Flyer Klassikern 60 bis 500 g, beim Briefpapier 60 bis 120 g, bei den Plakaten 80 g Offsetpapier bis 840 g Karton. Als Faustregel genügen für Handzettel in grosser Auflage 90 bis 115 g, ein Werbeflyer liegt mit 130 oder 170 g gut in der Hand, und eine Visitenkarte sollte mindestens 300 g haben. Mehr dazu im Ratgeber Flyer-Format und Papier wählen.
Zum Rechnen: Ein Bogen DIN A0 misst einen Quadratmeter, jedes kleinere A-Format ist halb so gross wie das vorherige. Ein Blatt A4, ein Sechzehntel davon, wiegt bei 80 g/m² also 5 g, ein A5-Flyer aus 170 g/m² rund 5,3 g, praktisch, um das Gewicht eines Mailings abzuschätzen. Die Grenzen zwischen Papier, Karton und Pappe sind fliessend: Von Karton spricht man meist ab etwa 150 g/m², von Pappe ab etwa 600 g/m².
FSC® und PEFC: zertifizierte Papiere
Viele Papiere gibt es je nach Produkt auch in einer FSC®- oder PEFC-zertifizierten Variante, etwa 130 g Bilderdruck matt PEFC bei den Flyer Klassikern oder 300 g Naturpapier creme FSC® bei den Magazinen mit Rückendrahtheftung Umwelt und Natur. Beide Labels stehen für verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung: Die Holzfasern stammen aus Wäldern, die nach ökologischen und sozialen Kriterien bewirtschaftet werden, oder aus kontrollierten Quellen, und die Lieferkette bis zum fertigen Papier wird überprüft. Die Zertifizierung bezieht sich auf das gewählte Papier. Sie wählen sie direkt im Konfigurator, wenn das Produkt sie anbietet, zum Beispiel bei den Flyern Umwelt und Natur.
Weitere Materialien: Folie, Textil, Holz, Metall und Glas
Für draussen, für Messen, für Geschenke oder für langlebige Anwendungen stehen weitere Materialien zur Wahl.
Folie und Kunststoff
Folien und Kunststoffplatten sind wetterfest und abwaschbar, die erste Wahl für Werbung im Freien. Blachen gibt es als 500 g PVC-Plane, als Recycling-Plane und als Mesh-Gewebe, das den Wind durchlässt und sich für Bauzäune und Gerüste eignet. Beidseitig bedruckte Blachen entstehen auf lichtundurchlässiger Blockout-Plane. Aufkleber für draussen werden auf Haftfolie gedruckt, auf Wunsch PVC-frei oder transparent, Schilder unter anderem auf Hartschaum- oder leichten Hohlkammerplatten. Beispiele: Blachen, Rechteck, Aufkleber outdoor und Werbeschilder inkl. Druck. Zur Befestigung im Freien lesen Sie den Ratgeber Blachen, Fahnen und Schilder für draussen.
Textil
Stoff wirkt weich und hochwertig, spiegelt nicht und lässt sich zusammenlegen. Fahnen und Beachflags werden auf 110 g Fahnenstoff gedruckt, auch als Recycling-Fahnenstoff, und Roll-ups gibt es neben Folie auch mit Polyester- oder Baumwollgewebe. Taschen, T-Shirts und andere Textilien werden je nach Artikel bedruckt oder bestickt. Beispiele: Beach-Flag, Druck, Roll-Up Classic und unsere T-Shirts. Welches Verfahren passt, erklärt der Ratgeber Textil bedrucken oder besticken.
Holz und Bambus
Echtes Holz macht aus einer Karte ein Objekt, das man aufbewahrt, und dank der Maserung ist jedes Stück ein Unikat. Die Visitenkarten aus Spezialmaterial gibt es in Ahorn- und Birkenholz, die Postkarten aus Holz und Grusskarten aus Holz werden auf 2 mm starkem Bambus gedruckt: ideal für Hochzeiten, Firmenjubiläen oder den Gruss zum Jahresende. Die Holzschliffpappe der Bierdeckel besteht zwar aus Holzfasern, ist aber ein Karton.
Metall
Für Firmen-, Tür- und Werbeschilder wird oft Alu-Verbundplatte verwendet: zwei dünne Aluminiumschichten mit Kunststoffkern, leicht, formstabil und wetterfest, auf Wunsch mit gebürsteter Silberoberfläche. Bei den Tür- und Firmenschildern ist sie 3 mm stark, bei den Werbeschildern inkl. Druck 3 oder 6 mm. Als Karte wird Metall zum Gesprächsthema: Die NFC-Karten gibt es als Metall-PVC-Karte in Gold, Silber oder Schwarz. Metallic-Karton ist dagegen ein Papier mit schimmerndem Effekt, kein Metall.
Glas und Acrylglas
Für Schilder und Wandbilder mit Tiefenwirkung kommt Acrylglas zum Einsatz: ein glasklarer Kunststoff, leichter und bruchfester als Glas, der Farben brillant zur Geltung bringt. Die Wandbilder mit Galerieaufhängung und die Tür- und Firmenschilder gibt es aus 5 mm Acrylglas. Echtes Glas mit Ihrem Logo, etwa für Gastronomie und Anlässe, finden Sie bei den Gläsern.
Veredelungen: Schutz, Glanz und Haptik
Eine Veredelung schützt das Druckprodukt, verändert seinen Glanz oder macht es fühlbar. Welche Veredelungen möglich sind, hängt vom Produkt und vom Papier ab. Einseitig heisst nur Vorderseite, beidseitig Vorder- und Rückseite.
Folienkaschierung matt
Bei der Kaschierung wird eine hauchdünne Folie auf das bedruckte Papier aufgebracht. Die matte Folie schützt vor Abrieb und Schmutz, dämpft die Farben leicht und fühlt sich seidig an: ideal für Visitenkarten, Speisekarten und Umschläge. Sie ist ein- oder beidseitig wählbar, etwa bei den Flyer Klassikern und den Visitenkarten Klassikern. Für stark beanspruchte Produkte gibt es eine kratzfeste Variante, zum Beispiel bei den Papiertragetaschen Premium.
Folienkaschierung glänzend
Die glänzende Kaschierung lässt Farben leuchten und ergibt eine glatte Oberfläche, die sich leicht abwischen lässt, passend für Plakate, Bildbroschüren und Speisekarten mit Fotos. Sie ist etwa bei den Plakaten im Digital- und Offsetdruck (einseitig), beim Umschlag der Broschüre im Offsetdruck und bei den Speisekarten mit Wire-O-Bindung (beidseitig) erhältlich.
Soft-Feel
Soft-Feel, auch Soft-Touch genannt, ist eine matte Kaschierung mit samtiger, fast pudriger Haptik. Wer die Karte in die Hand nimmt, spürt den Unterschied sofort, und die Farben wirken darunter weich und leicht gedämpft. Typische Einsätze sind Visitenkarten, Einladungen und Umschläge, zum Beispiel bei den Magazinen mit Rückendrahtheftung oder den Speise- und Getränkekarten mit Wickelfalz.
UV-Lack und partieller UV-Lack
UV-Lack ist ein glänzender Lack, der unter UV-Licht sofort aushärtet. Vollflächig schützt er die Oberfläche und verstärkt den Glanz. Als partieller UV-Lack sitzt er nur auf ausgewählten Stellen wie Logo, Produktbild oder Titel: Diese glänzen, der Rest bleibt matt. Am stärksten wirkt das auf mattem Papier oder matter Kaschierung. Beide Varianten gibt es etwa bei den Flyer Klassikern, den Visitenkarten Klassikern und den Gruss- und Einladungskarten Klassikern. Die zu lackierenden Flächen legen Sie in der Druckdatei fest.
Relieflack
Relieflack wird so dick aufgetragen, dass er fühlbar über dem Papier steht: Logo, Muster oder Schriftzug werden tastbar. Besonders wirkungsvoll ist Soft-Feel mit Relieflack, eine samtige Fläche mit glänzenden, erhabenen Details. Relieflack gibt es unter anderem bei den Visitenkarten mit Veredelung und den Postkarten in DIN-Formaten.
Heissfolienprägung in Gold, Silber und Kupfer
Bei der Heissfolienprägung wird eine hauchdünne, metallisch glänzende Folie mit Hitze und Druck übertragen. Das Ergebnis glänzt, wie es keine Druckfarbe kann: ideal für Logos, Einladungen, Weihnachtskarten und Briefpapier mit Anspruch. Je nach Produkt stehen Gold, Silber und Kupfer zur Wahl, teilweise auch Hologramm, Schwarz, Weiss, farbige Folien oder Relief-Heissfolie mit erhabenem Motiv. Beispiele: Visitenkarten Klassiker in Gold, Silber oder Kupfer, Briefpapier Klassiker auch mit Hologrammfolie und Etiketten auf Rolle auch in Rot, Blau, Grün oder irisierendem Silber. Eine Alternative ist die gedruckte Zusatzfarbe Gold oder Silber, etwa bei den Visitenkarten mit Veredelung.
Prägung und Letterpress
Prägungen arbeiten ohne Farbe, nur mit Form und Druck. Die Blindprägung formt ein fühlbares Relief, beim farblosen Letterpress liegt das Motiv vertieft in der Oberfläche. Beide wirken am schönsten auf dicken, eher weichen Papieren und Kartons. Sie finden sie etwa bei den Visitenkarten mit Veredelung, den Postkarten in DIN-Formaten und den hochwertigen Couverts mit Blindprägung.
Antimikrobieller Lack
Der antimikrobielle Dispersionslack ist ein wasserbasierter Lack mit antimikrobiellem Zusatz, beidseitig aufgetragen. Er ist für Drucksachen gedacht, die durch viele Hände gehen, etwa Speisekarten, Visitenkarten am Empfang oder Unterlagen im Wartezimmer; die übliche Reinigung ersetzt er nicht. Erhältlich zum Beispiel bei den Flyern antimikrobiell, den Speisekarten als Einzelblatt und den Visitenkarten Klassikern.
Bio-Folie und wasserbasierter Lack
Bei mehreren Produkten steht als matte, einseitige Kaschierung auch die Bio-Folie zur Wahl, als eigene Option im Konfigurator, etwa bei den Flyer Klassikern, den Postkarten in DIN-Formaten und den Gruss- und Einladungskarten Klassikern. Ganz ohne Folie kommt der wasserbasierte Dispersionslack aus: Er verschliesst die Oberfläche, schützt vor Schmutz und Abrieb und wirkt feuchtigkeitsabweisend. Bei den Flyer Klassikern und Visitenkarten Klassikern gibt es ihn als matten Schutzlack für beide Seiten.
Praktische Tipps für die Wahl
- Von Hand beschreiben: Antwortkarten, Terminkarten und Postkarten auf der Schreibseite weder kaschieren noch lackieren. Ungestrichenes Papier nimmt Tinte am besten an, und bei einseitiger Veredelung bleibt die Rückseite beschreibbar.
- Leuchtend oder natürlich: Für Fotos eignen sich Bilderdruck glänzend oder UV-Lack, für eine ruhige, edle Wirkung Bilderdruck matt mit Soft-Feel, für Wärme und Charakter Natur- oder Graspapier.
- Draussen: Papier ist nicht für Regen gemacht. Für Aushänge im Freien und Schaufenster wählen Sie Blachen, Haftfolien oder Platten, siehe den Ratgeber Aufkleber und Etiketten: welches Material für welchen Einsatz?
- Weiss einplanen: Auf Kraftpapier, Schwarzkarton und transparenter Folie erscheint Weiss nur, wenn es eigens gedruckt oder als Folie aufgebracht wird, zum Beispiel bei den Etiketten auf Rolle mit Zusatzfarbe Weiss.
- Vorher fühlen: Für Geschäftskunden und grössere Projekte gibt es Muster auf Anfrage. Viele Produkte lassen sich zudem in kleinen Mengen bestellen, um Papier und Veredelung zu testen.
- Datei vorbereiten: Für viele Produkte stehen Druckvorlagen bereit, jede Druckdatei wird vor der Produktion geprüft, und unser Designservice übernimmt das Layout ab CHF 29.
Häufige Fragen
Bilderdruckpapier matt oder glänzend: was passt besser?
Glänzendes Bilderdruckpapier lässt Fotos und Farben leuchten und eignet sich für Plakate, Bildflyer und Produktbroschüren. Mattes spiegelt nicht, liest sich angenehmer und wirkt zurückhaltend und edel, die Wahl für Texte, Geschäftsdrucksachen und Visitenkarten. Im Zweifel ist matt die sichere Wahl, und mit partiellem UV-Lack setzen Sie trotzdem glänzende Akzente.
Welche Grammatur brauche ich für Flyer, Plakate und Visitenkarten?
Für Flyer sind 130 oder 170 g üblich, für Verteilaktionen in grosser Auflage reichen 90 bis 115 g. Plakate für innen werden meist auf 130 bis 170 g gedruckt; für Plakate ohne Rahmen oder mit viel Handkontakt lohnen sich 250 g oder Karton. Visitenkarten beginnen bei 300 g, besonders steif werden sie mit 400 bis 500 g oder Chromo-Sulfatkarton.
Lässt sich Recyclingpapier gut bedrucken?
Ja, Recyclingpapier ist heute ein vollwertiges Druckpapier. Auf der ungestrichenen Sorte wirken Farben etwas weicher und natürlicher, was zu vielen Marken passt. Für Fotos und feine Details gibt es Recycling-Bilderdruckpapier matt mit glatter Oberfläche, etwa bei den Flyer Klassikern und den Flyern Umwelt und Natur.
Eine Frage, ein Projekt? Sprechen wir darüber.
Unser Team antwortet innerhalb von 24 Arbeitsstunden. Kein anonymes Portal, kein Formular, das verloren geht.