Druck-Glossar: das Drucklexikon von A bis Z

Beschnittzugabe, Grammatur, Wickelfalz oder Gut zum Druck: Wer Drucksachen bestellt, begegnet vielen Fachbegriffen. Dieses Druck-Glossar erklärt die wichtigsten von A bis Z in wenigen Sätzen und zeigt, worauf Sie bei der Bestellung achten. Die Masse aller Formate finden Sie auf der Seite Druckformate, Papiere und Materialien im Überblick unter Papiersorten und Materialien.

A

Alu-Verbundplatte

Eine Alu-Verbundplatte besteht aus zwei dünnen Aluminiumblechen mit einem Kern aus Kunststoff; oft wird sie nach dem bekanntesten Markennamen Dibond® genannt. Sie ist leicht, verwindungssteif, witterungs- und korrosionsbeständig und damit die robuste Wahl für Firmen- und Praxisschilder oder Tafeln, die jahrelang an der Fassade hängen. Die Alu-Verbundplatte gibt es auch im Wunschformat und als Freiform.

Auflage

Die Auflage ist die Anzahl identischer Exemplare, die in einem Auftrag gedruckt werden, zum Beispiel 500 Flyer mit demselben Motiv. Je höher die Auflage, desto tiefer der Stückpreis, weil sich die Kosten für das Einrichten der Maschine auf mehr Exemplare verteilen. Wie das im Konfigurator aussieht, zeigt die Seite Druckpreise. Für sehr grosse Mengen: Grossauflagen bestellen.

Auflösung (dpi)

Die Auflösung gibt an, wie viele Bildpunkte auf einem Zoll (2,54 cm) liegen, gemessen in dpi, bei Bildern genau genommen ppi. Für Fotos in Drucksachen gelten 300 dpi in der Endgrösse als Richtwert. Wird ein Bild im Layout vergrössert, sinkt seine effektive Auflösung im gleichen Mass. Bei Plakaten und Blachen, die aus Distanz betrachtet werden, genügt oft weniger; massgebend sind die Angaben zum Produkt.

B

Beachflag

Eine Beachflag ist eine hohe, schmale Werbefahne an einem biegsamen Mast, meist aus Glasfaser, die sich in der Regel mit dem Wind dreht. Sie steht vor Eingängen, am Spielfeldrand und an Messeständen. Entscheidend ist der Fuss: Bodendübel für Rasen und Sand, Kreuzfuss mit Schlauchgewicht für Asphalt oder Pflaster. Formen und Grössen finden Sie bei unseren Beachflags.

Beschnittzugabe

Die Beschnittzugabe, kurz Beschnitt, ist der Rand, um den randabfallende Hintergründe und Bilder über das Endformat hinaus verlängert werden. Gedruckt wird auf grössere Bogen, die danach geschnitten werden; ohne Beschnitt können feine weisse Kanten entstehen, sogenannte Blitzer. Üblich sind 1 bis 3 mm pro Seite, bei Grossformaten teils mehr; den genauen Wert zeigt die Druckvorlage des Produkts. Mehr dazu: Druckdaten richtig vorbereiten.

Bilderdruckpapier matt und glänzend

Bilderdruckpapier ist gestrichenes Papier: Eine feine Pigmentschicht schliesst die Oberfläche, sodass die Farbe obenauf bleibt und Fotos scharf und farbintensiv wirken. Glänzendes Bilderdruckpapier lässt Farben leuchten, mattes spiegelt weniger, darauf lesen sich Texte angenehmer. Im Konfigurator gibt es beide Varianten, je nach Produkt von 70 bis 500 g/m². Zum Beschreiben mit Kugelschreiber eignet sich ungestrichenes Offsetpapier besser.

Blache

Eine Blache ist eine bedruckte, wetterfeste Werbefläche aus Kunststoffgewebe, meist aus PVC-beschichtetem Polyester. Sie ist reissfest und wird mit Ösen oder Saum an Bauzäunen, Gerüsten, Absperrgittern, Geländern und Fassaden befestigt. Für grosse Flächen an windigen Standorten gibt es luftdurchlässiges Mesh. Grössen und Ausführungen finden Sie bei unseren Blachen.

C

Chromo-Sulfatkarton

Chromo-Sulfatkarton ist ein fester, sehr weisser Karton aus gebleichtem Zellstoff mit gestrichener Oberfläche. Er ist steif, formstabil und gibt Farben und feine Details sauber wieder. Deshalb eignet er sich für Karten, Anhänger und Verpackungen, die etwas aushalten müssen. Im Konfigurator erscheint er als Chromo-Sulfatkarton matt mit 350 oder 450 g/m².

CMYK

CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und Key, das Schwarz. Aus diesen vier Prozessfarben mischt der Vierfarbdruck alle Farbtöne, indem er feine Rasterpunkte neben- und übereinander druckt. Legen Sie Druckdaten deshalb in CMYK an: RGB-Dateien werden sonst umgerechnet, und leuchtende Bildschirmfarben wirken danach oft stumpfer. Muss eine Firmenfarbe exakt stimmen, hilft eine Sonderfarbe.

D

Digitaldruck

Beim Digitaldruck gelangt das Motiv direkt aus der Datei aufs Papier, ohne Druckplatten, per Toner oder Tinte. Weil kaum Einrichtungsaufwand entsteht, lohnt er sich für kleine Auflagen, Einzelstücke und Serien, in denen jedes Exemplar anders sein kann. Die Plakate im Digital- und Offsetdruck gibt es zum Beispiel ab 1 Stück. Auf Textilien bezeichnet der Begriff das direkte Bedrucken mit Tinte.

DIN-Formate

Die DIN-Formate der A-Reihe beruhen auf dem Bogen A0 von einem Quadratmeter (84,1 × 118,9 cm). Jedes kleinere Format halbiert die lange Seite des vorherigen, das Seitenverhältnis bleibt 1 zu 1,414: A4 misst 21 × 29,7 cm, A5 14,8 × 21 cm, A6 10,5 × 14,8 cm. Die C-Reihe gilt für Couverts; Schweizer Plakatstellen nutzen zudem das Weltformat (89,5 × 128 cm). Übersicht: Druckformate.

DIN lang

DIN lang ist ein Drittel eines A4-Blatts, rund 10 × 21 cm; unsere Flyer messen in diesem Format 9,8 × 21 cm, die Variante DIN lang plus 10,5 × 21 cm. Ein zweimal gefalztes A4-Blatt ergibt dasselbe Format, das ohne zusätzliches Falzen in ein Couvert DIN lang passt. Beliebt ist es für Flyer, Einladungen, Gutscheine und Menükarten. Passende Couverts gibt es ebenfalls.

Dispersionslack

Dispersionslack ist ein wasserbasierter Lack, der vollflächig auf den Druck aufgetragen wird. Er schützt vor Abrieb und Kratzern, trocknet schnell und verändert die Optik nur dezent, je nach Lack matt, seidenmatt oder glänzend. Bei einzelnen Produkten gibt es ihn als antimikrobiellen Dispersionslack, praktisch für Karten, die durch viele Hände gehen, etwa am Empfang oder im Restaurant.

Druckvorlage

Eine Druckvorlage ist eine Musterdatei im richtigen Format, in der Endformat, Beschnittzugabe und Sicherheitsabstand bereits eingezeichnet sind: Sie platzieren Ihr Motiv und exportieren ein PDF. Umgangssprachlich meint das Wort auch die fertige Druckdatei. Unsere Druckvorlagen auf Deutsch und Französisch stehen für 17 Produkte auf der Produktseite bereit, darunter Flyer, Plakate, Aufkleber, Etiketten auf Rolle, Tassen und Poloshirts. Übersicht: Druckvorlagen.

E

Einbruchfalz

Beim Einbruchfalz wird der Bogen einmal in der Mitte gefalzt. So entstehen zwei Blätter mit vier Seiten, etwa ein A5-Faltblatt aus einem A4-Bogen. Der Einbruchfalz ist die einfachste Falzart und typisch für Einladungen, Menükarten, Programme und kleine Preislisten. Bei dickem Papier wird vorher gerillt, damit der Bruch sauber bleibt. Beispiel: Faltblätter mit Einbruchfalz.

Endformat

Das Endformat ist die Grösse des fertigen Produkts nach dem Schneiden, bei einer Visitenkarte zum Beispiel 8,5 × 5,5 cm, das in der Schweiz übliche Format. Die Druckdatei ist um die Beschnittzugabe grösser. Bei gefalzten Produkten unterscheidet man zudem das offene Format vor dem Falzen vom geschlossenen: Ein Faltblatt, das offen A4 misst, ist mit Wickelfalz geschlossen etwa DIN lang.

F

Farbigkeit 4/0 und 4/4

Die Farbigkeit beschreibt, mit wie vielen Farben Vorder- und Rückseite gedruckt werden. 4/0 bedeutet: Vorderseite vierfarbig in CMYK, Rückseite unbedruckt. 4/4 heisst beidseitig vierfarbig, 4/1 vorne farbig und hinten einfarbig, meist schwarz. Flyer, Postkarten und Visitenkarten mit bedruckter Rückseite bestellen Sie in 4/4; für ein Plakat genügt in der Regel 4/0.

Farbprofil (ICC)

Ein Farbprofil nach dem Standard des International Color Consortium (ICC) beschreibt, wie Farbwerte auf einem bestimmten Papier oder Gerät wiedergegeben werden. Gestrichenes und ungestrichenes Papier nehmen Farbe unterschiedlich auf und brauchen deshalb verschiedene Profile. Wer beim Umwandeln in CMYK das passende Profil verwendet, erhält vorhersehbarere Farben. Welches Profil passt, hängt vom gewählten Papier ab; im Zweifel fragen Sie uns vor dem Export.

Folienkaschierung matt und glänzend

Bei der Folienkaschierung wird eine hauchdünne Kunststofffolie mit Wärme und Klebstoff auf den bedruckten Bogen aufgebracht. Sie schützt vor Kratzern, Feuchtigkeit und Fingerabdrücken und macht Karten stabiler. Matte Folie wirkt edel und spiegelt nicht, glänzende lässt Farben brillanter erscheinen. Typisch ist sie für Visitenkarten, Broschürenumschläge und Menükarten; bei den Visitenkarten Klassiker ist sie matt wählbar.

G

Grammatur

Die Grammatur gibt das Gewicht eines Papiers in Gramm pro Quadratmeter an (g/m²). Sie sagt viel über die Stabilität, aber nicht alles über die Dicke: Ein voluminöses Naturpapier ist bei gleicher Grammatur dicker als ein Bilderdruckpapier. Zur Orientierung: Kopierpapier wiegt rund 80 g/m², Flyer meist 135 bis 170 g/m², Visitenkarten ab etwa 300 g/m². Mehr unter Papiersorten und Materialien.

Gut zum Druck und Proof

Mit dem Gut zum Druck, kurz GzD, geben Sie die Druckdaten verbindlich frei; danach startet die Produktion. Ein Proof simuliert das Druckergebnis: auf Papier als farbverbindlicher Contract-Proof oder am Bildschirm als Softproof. Jede Datei wird vor der Produktion geprüft, Inhalt und Rechtschreibung kontrollieren Sie am besten selbst. Für Magazine mit Rückendrahtheftung lässt sich ein Probedruck bestellen.

H

Heissfolienprägung

Bei der Heissfolienprägung überträgt ein erhitzter Prägestempel unter Druck eine Metallic- oder Farbfolie aufs Papier. So entstehen glänzende Flächen in Gold, Silber oder Kupfer, die sich mit Druckfarben nicht erreichen lassen. Beliebt ist sie für Logos auf Visitenkarten, Einladungen und Briefpapier. Die Folienfläche legen Sie als eigenes Vektorelement an, etwa bei den Visitenkarten mit Veredelung.

Hohlkammerplatte

Die Hohlkammerplatte besteht aus zwei dünnen Kunststoffschichten, die durch Stege verbunden sind; an der Kante sieht man viele kleine Kanäle. Das macht sie leicht, wetterfest und preiswert. Sie eignet sich für Wahlplakate, Baustellentafeln, Wegweiser und Schilder für Anlässe, weniger für die jahrelange Montage an einer Fassade. Details zur Hohlkammerplatte auf der Produktseite.

K

Klebebindung

Bei der Klebebindung werden die Seiten zu einem Block zusammengetragen, am Rücken aufgeraut und mit Klebstoff in einen Umschlag geklebt. Es entsteht ein gerader, bedruckbarer Buchrücken wie bei einem Taschenbuch. Typisch ist sie für Kataloge, dicke Broschüren und Bücher mit Softcover. Bei Schreibblöcken spricht man von Leimbindung: Die Blätter sind an einer Kante verleimt und lassen sich einzeln abreissen, wie bei den Blöcken mit Leimbindung.

Konturschnitt und Stanzung

Mit Stanzung oder Konturschnitt erhält ein Druckprodukt eine Form, die vom Rechteck abweicht: rund, als Wappen oder entlang der Umrisse eines Logos. Klassisch schneidet ein Stanzwerkzeug die Form aus, beim digitalen Konturschnitt folgt ein gesteuertes Messer oder ein Laser der Linie. Die Schnittlinie legen Sie als separaten Vektorpfad in der Datei an. Beispiel: Aufkleber Freiform.

Kreuzbruchfalz

Beim Kreuzbruchfalz wird der Bogen gefalzt, gedreht und ein zweites Mal quer zum ersten Bruch gefalzt. Aus einem A3-Bogen wird so ein handliches A5, aus A4 ein A6. Diese Falzart kennt man von Stadtplänen, gefalteten Plakaten und Beilagen, die viel Fläche bieten und trotzdem klein verschickt werden. Beispiel: Faltblätter mit Zweibruch-Kreuzfalz.

L

Laufrichtung

Bei der Papierherstellung richten sich die Fasern überwiegend in eine Richtung aus, die Laufrichtung. Parallel zu ihr lässt sich Papier leichter biegen und sauberer falzen, quer dazu kann der Falz brechen oder sich wellen. Bei Büchern und Broschüren sollte die Laufrichtung parallel zum Rücken verlaufen. Druckereien stimmen sie auf Falz und Bindung ab; für Sie zählt sie vor allem, wenn Sie selbst falzen.

Letterpress

Letterpress ist ein Hochdruckverfahren: Eine erhabene Druckform presst die Farbe in ein dickes, weiches Papier, sodass Schrift und Motiv leicht vertieft und fühlbar sind. Der Effekt wirkt handwerklich und edel und kommt auf Naturpapier am besten zur Geltung. Beliebt ist Letterpress für Visitenkarten, Hochzeitskarten und Postkarten, etwa bei den Visitenkarten Letterpress.

M

Mesh

Mesh ist ein gitterartiges Gewebe mit vielen kleinen Löchern, das für Blachen verwendet wird. Der Wind strömt hindurch, dadurch sinkt die Belastung für Bauzaun, Gerüst und Befestigung deutlich. Aus der Nähe wirkt der Druck etwas lichter, aus einigen Metern Distanz ist das Motiv voll lesbar. Wann Mesh und wann PVC passt, erklärt der Ratgeber Blachen, Fahnen und Schilder für draussen.

N

Naturpapier

Naturpapier ist ungestrichen: Seine Fasern bleiben an der Oberfläche spürbar, es fühlt sich griffig an und lässt sich gut beschreiben. Da es mehr Farbe aufnimmt, wirken Farben weicher und etwas weniger brillant als auf Bilderdruckpapier. Feinpapiere mit Struktur, etwa in Leinen- oder Rippenoptik, gehören zur selben Familie. Klassisch ist es für Briefpapier, Einladungen und Visitenkarten.

O

Offsetdruck

Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren: Die Farbe gelangt von der Druckplatte auf ein Gummituch und erst von dort aufs Papier. Er liefert feine, sehr gleichmässige Qualität und wird ab mittleren Auflagen wirtschaftlich, weil für jede Farbe eine Platte hergestellt wird. Auch Sonderfarben sind möglich. Ein Beispiel ist die Broschüre im Offsetdruck.

Offsetpapier

Offsetpapier ist ein ungestrichenes, holzfreies Papier mit matter, leicht rauer Oberfläche. Es lässt sich problemlos mit Kugelschreiber oder Bleistift beschreiben und ist deshalb die übliche Wahl für Briefpapier, Blöcke, Formulare und Notizbücher. Im Konfigurator heisst es Offset weiss und reicht je nach Produkt von 60 bis 500 g/m². Beispiele finden Sie bei den Blöcken und Notizbüchern.

P

Pantone und Sonderfarben

Eine Sonderfarbe, auch Volltonfarbe, wird vorgemischt und als eigene Farbe gedruckt, statt aus CMYK zusammengesetzt zu werden. So stimmt eine Firmenfarbe exakt, und Töne ausserhalb von CMYK wie Neon oder Metallic werden möglich. Pantone und HKS sind Farbsysteme, die jede Sonderfarbe mit einer Nummer bezeichnen. Legen Sie die Farbe in der Datei unter genau diesem Namen an, etwa für Visitenkarten mit Sonderfarbe.

PDF/X

PDF/X ist eine nach ISO genormte Form des PDF für den Druck. Sie verlangt eingebettete Schriften, eindeutig definierte Farben und ein festgelegtes Endformat, damit die Datei überall gleich ausgegeben wird. Die Varianten PDF/X-1a, PDF/X-3 und PDF/X-4 unterscheiden sich vor allem im Umgang mit Farbräumen und Transparenzen. Wo immer möglich, exportieren Sie Ihre Druckdaten als PDF/X.

PEFC und FSC®

FSC® (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification) sind Zertifizierungssysteme für Holz und Papier. Sie bescheinigen, dass die Fasern aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern oder aus Recyclingmaterial stammen und die Lieferkette kontrolliert wird. Viele Papiere im Konfigurator gibt es je nach Produkt in einer FSC®- oder PEFC-Version, etwa bei den Plakaten Umwelt und Natur.

Prägung

Bei der Prägung wird Papier zwischen einem Prägestempel und einer Gegenform verformt. Die Hochprägung hebt ein Logo oder eine Schrift fühlbar an, die Tiefprägung drückt sie ins Papier. Ohne Farbe spricht man von Blindprägung; kombiniert mit Folie entsteht ein glänzendes Relief. Am schönsten wirkt die Prägung auf dickem Karton oder Naturpapier, zum Beispiel auf Visitenkarten und Hochzeitseinladungen.

R

Recyclingpapier

Recyclingpapier wird ganz oder überwiegend aus Altpapierfasern hergestellt. Erhältlich ist es heute in hellem Weiss ebenso wie in natürlichem, leicht grauem Ton, ungestrichen oder gestrichen: Im Konfigurator finden Sie zum Beispiel Recycling-Bilderdruckpapier matt. Eine stimmige Wahl für Visitenkarten, Briefpapier und Flyer, etwa bei den Visitenkarten Umwelt und Natur.

Relieflack

Relieflack ist ein UV-Lack, der in besonders dicker Schicht auf ausgewählte Stellen aufgetragen wird. Die lackierten Flächen glänzen und stehen spürbar vom Papier ab, deshalb spricht man auch von 3D-Lack. So lassen sich ein Logo, ein Muster oder eine Schrift zum Ertasten hervorheben. Besonders wirkungsvoll ist Relieflack auf matt kaschierten Visitenkarten und Umschlägen.

RGB

RGB steht für Rot, Grün und Blau, die Lichtfarben, mit denen Bildschirme, Smartphones und Kameras arbeiten. RGB kann manche leuchtenden Töne darstellen, etwa kräftiges Grün, Orange oder Blau, die im Vierfarbdruck nicht erreichbar sind. Wandeln Sie Bilder deshalb vor dem Export in CMYK um und prüfen Sie das Ergebnis, statt sich auf eine automatische Umrechnung zu verlassen.

Rillen und Nuten

Beim Rillen drückt ein Werkzeug eine Linie in Papier oder Karton, an der sich der Bogen sauber falzen lässt, ohne dass Oberfläche oder Farbe am Bruch aufplatzen. Beim Nuten wird entlang der Falzlinie etwas Material abgetragen, was bei sehr dicken Kartons und Pappen nötig ist. Gerillt werden deshalb vor allem gefalzte Karten aus festem Papier, etwa Klappvisitenkarten.

Ringösenheftung

Die Ringösenheftung funktioniert wie die Rückendrahtheftung, nur formen die Drahtklammern am Rücken kleine Ösen. Damit lässt sich die Broschüre ohne Lochen direkt in einen Ordner mit Ringmechanik einheften. Praktisch ist das für Preislisten, Schulungsunterlagen, Handbücher und Dokumentationen, die regelmässig aktualisiert werden. Formate und Papiere finden Sie bei den Magazinen mit Ringösenheftung.

Roll-up

Ein Roll-up ist ein mobiles Display: Die bedruckte Bahn rollt sich in eine Kassette am Boden ein, wird nach oben gezogen und von einer Stange gehalten. Es ist rasch aufgebaut und lässt sich kompakt transportieren. Gängig sind Breiten von 60 bis 150 cm bei 200 cm Höhe. Unsere Roll-ups gibt es als komplettes System mit Druck oder nur als Ersatzdruck.

Rückendrahtheftung (Rückstichheftung)

Bei der Rückendrahtheftung, auch Rückstichheftung genannt, werden gefalzte Bogen ineinandergelegt und im Falz mit Drahtklammern geheftet. Sie ist die gängige Bindung für Magazine, Programmhefte und Broschüren mit geringerem Umfang. Weil jeder Bogen vier Seiten ergibt, muss die Seitenzahl durch vier teilbar sein. Für die Magazine mit Rückendrahtheftung gibt es eine Druckvorlage.

S

Schnittmarken

Schnittmarken sind feine Linien ausserhalb des Endformats, die anzeigen, wo geschnitten wird. Sie müssen ausserhalb des Beschnitts liegen, damit sie nicht auf dem fertigen Produkt erscheinen. Online-Druckereien platzieren die Motive meist selbst auf dem Druckbogen und brauchen in der Datei keine Marken, sondern nur die Beschnittzugabe. Massgebend ist die Druckvorlage des jeweiligen Produkts.

Sicherheitsabstand

Der Sicherheitsabstand ist die Zone innerhalb des Endformats, in der keine wichtigen Elemente stehen sollten. Weil beim Schneiden minimale Toleranzen entstehen, halten Texte, Logos, QR-Codes und Seitenzahlen einige Millimeter Abstand zum Rand, üblich sind etwa 3 bis 5 mm. Bei gebundenen Produkten kommt der Bereich am Bund dazu. Wo eine Druckvorlage vorhanden ist, zeigt sie diese Zone an.

Siebdruck

Beim Siebdruck wird die Farbe mit einer Rakel durch ein feines Gewebe gedrückt, das nur an den Stellen des Motivs durchlässig ist. Für jede Farbe braucht es ein eigenes Sieb. Das Verfahren trägt viel Farbe auf, deckt auch auf dunklen Textilien und ist sehr haltbar. Ideal ist es für Logos mit wenigen Farben in grösserer Stückzahl, etwa auf T-Shirts, Taschen und Werbeartikeln.

Soft-Feel (Soft-Touch)

Soft-Feel, auch Soft-Touch genannt, ist eine Veredelung mit samtiger, leicht gummiartiger Oberfläche. Sie wird als spezielle Folie oder als Lack aufgetragen, spiegelt kaum und lädt zum Anfassen ein. Dunkle Farben wirken darauf besonders satt. Beliebt ist sie für Visitenkarten, Umschläge und Einladungen, etwa bei den Klappvisitenkarten mit Veredelung.

Stickerei

Bei der Stickerei wird das Logo mit Garn direkt ins Textil gestickt. Dafür wird das Motiv zuerst in eine Stickdatei umgesetzt, die Stiche und Garnfarben festlegt. Der Stick wirkt hochwertig, ist sehr strapazierfähig und übersteht viele Wäschen. Er eignet sich für Logos und kurze Schriftzüge auf Poloshirts, Jacken, Caps und Mützen. Mehr im Ratgeber Textil bedrucken oder besticken.

Sublimationsdruck

Beim Sublimationsdruck wird das Motiv mit speziellen Tinten meist auf Transferpapier gedruckt und dann mit Hitze und Druck übertragen. Die Farbe geht dabei in Gasform über und verbindet sich mit Polyesterfasern oder beschichteten Oberflächen. Das Ergebnis ist farbintensiv, waschbeständig und nicht spürbar. Das Verfahren funktioniert nur auf hellem Polyester oder beschichteten Artikeln, nicht auf Baumwolle; typisch sind Fahnen und Sportbekleidung.

T

Transferdruck

Beim Transferdruck wird das Motiv zuerst auf eine Trägerfolie oder ein Transferpapier gedruckt und anschliessend mit einer Transferpresse unter Hitze auf Textil oder Werbeartikel übertragen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen, mehrfarbige Logos, Fotos sowie Namen und Nummern auf Trikots. Viele Textilien, etwa Hoodies und Poloshirts, lassen sich so veredeln.

U

UV-Lack und partieller UV-Lack

UV-Lack wird auf den Druck aufgetragen und unter UV-Licht sofort gehärtet. Vollflächig schützt er und verleiht Hochglanz; als partieller UV-Lack betont er nur einzelne Elemente wie ein Logo oder ein Bild. Auf mattem Untergrund entsteht so ein reizvoller Kontrast zwischen matt und glänzend. Für den partiellen Lack legen Sie die Flächen als eigene Ebene in Vektorform an.

W

Weissdruck

Weissdruck bedeutet, dass Weiss als zusätzliche Druckfarbe gedruckt wird. CMYK enthält kein Weiss: Auf weissem Papier bleibt es einfach unbedruckt. Auf farbigem Karton, Kraftpapier oder transparenter Folie braucht es deshalb eine weisse Farbe. Sie ermöglicht helle Schriften auf dunklem Grund oder dient als deckende Grundierung unter farbigen Motiven, etwa bei den Visitenkarten mit Weissdruck.

Wickelfalz

Beim Wickelfalz wird der Bogen zweimal in dieselbe Richtung gefalzt, sodass sich die Seiten ineinanderwickeln. Aus einem A4-Bogen entsteht so das klassische sechsseitige Faltblatt im Format DIN lang. Damit es sauber schliesst, muss die innen eingeschlagene Seite einige Millimeter schmaler sein als die übrigen. Beispiel: Faltblätter mit Wickelfalz.

Wire-O-Bindung

Bei der Wire-O-Bindung, auch Drahtkammbindung genannt, werden die Blätter am Rand gelocht und mit einem doppelten Drahtbügel gebunden. Die Seiten lassen sich um 360 Grad umschlagen und liegen flach auf, ideal für Kalender, Notizbücher, Handbücher und Speisekarten. Die Bindung wirkt sauber und professionell. Beispiel: Wandkalender mit Wire-O-Bindung.

Z

Zickzackfalz (Leporello)

Beim Zickzackfalz werden die Falze abwechselnd nach vorne und nach hinten gelegt, wie bei einer Handorgel; alle Seiten sind gleich breit. Das Faltblatt lässt sich wie ein Leporello aufziehen und eignet sich für Anleitungen Schritt für Schritt, Programme, Pläne und Zeitleisten. Mit zwei Falzen wird aus A4 ein Sechsseiter im Format DIN lang. Beispiel: Faltblätter mit Zickzackfalz.

Weiterführende Ratgeber

Sie haben keine druckfertige Datei? Unser Designservice gestaltet Ihre Drucksache ab CHF 29. Jede Datei wird vor der Produktion geprüft, der Preis in CHF erscheint sofort im Konfigurator, und wir liefern in die ganze Schweiz.

SPRECHEN WIR ÜBER IHR PROJEKT

Eine Frage, ein Projekt? Sprechen wir darüber.

Unser Team antwortet innerhalb von 24 Arbeitsstunden. Kein anonymes Portal, kein Formular, das verloren geht.